Top Ten inspirierende Bücher

In meinem working out loud (WOL) Circle haben wir uns in der 9. Woche darüber unterhalten, welche Listen von inspirierenden Dingen wir veröffentlichen wollen.

Da ich bereits von 3 Jahren eine Liste von Büchern veröffentlicht habe, die meine Art von Kommunikation und Umgang im Miteinander (damals) beschrieben, und ich schon lange vorhatte, diese Liste zu aktualisieren, ergreife ich die Gelegenheit beim Schopf und präsentiere meine neue Bücherliste.

Meine Top Ten inspirierender Bücher

Die Reihenfolge der Bücher ist nicht nach Grad der Inspiration, sondern größtenteils chronologisch. Außerdem macht es Sinn, Achtsamkeit ganz nach unten zu tun, wenn ich sie als die Basis für alles weitere betrachte.

 

Achtsamkeit – Eckhart Tolle: Jetzt!

Achtsamkeit war für mich vor drei Jahren schon die Basis für meine Haltung und ist es immer noch. Mit calm-create sage ich deutlich, wie wichtig sie ist: ich arbeite achtsam und wirksam und biete meine Ruhe / Geduld / Stärke auch anderen an, damit sie kreatives Neues schaffen können.

Von Eckhart Tolle kenne ich Videos und Hörbücher, und das Buch Jetzt! ist eines seiner Hauptwerke.

Was hat Achtsamkeit bei mir verändert? Ich urteile weniger, ich bin mir mehr bewusst dass und warum ich reagiere, ich bin geduldiger und kann mit Ungeduld besser umgehen (siehe ALI).

Das Konzept der Absichtslosigkeit, also nicht fest einem Plan zu folgen sondern zuberücksichtigen, was jetzt gerade passiert, werde ich später genauer beschreiben.

Neben Eckhart Tolle habe ich weitere Inspirationsquellen zur Achtsamkeit: meine MBSR-Lehrerin Ursula Stein, Jon Kabat-Zinn als „Erfinder“ von MBSR, und Jack Kornfield mit seinen geführten Meditationen und Büchern.

 

Marshall B. Rosenberg:
Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie – oder wertschätzende oder friedensstiftende – Kommunikation kennenzulernen war für mich ein großes Geschenk und eine große Befreiung: Wenn ich für meine Gefühle die Verantwortung übernehme, und von mir und meinen Bedürfnissen spreche, brauche ich nicht für die Gefühle der Anderen Verantwortung zu übernehmen oder sie für meine verantwortlich machen. Und das ermöglicht mir, mich mit meinen UND den Bedürfnissen der Anderen zu verbinden und nach einer Lösung zu suchen, die für beide Seiten das Leben angenehmer macht.

Meine weiteren Inspirationsquellen zu GfK: meine GfK Lehrer*innen und Lernbegleiter wie Bernd Bötel, und das Buch Wertschätzende Kommunikation von Beate Brüggemeier.

 

Stephen Covey: 7 Wege zur Effektivität

Dieses Buch hat mich sehr beeinflusst: Durch die Idee von 7 Prinzipien statt 1000en von Regeln, durch das Konzept des Einflussbereichs, in dem ich selbst proaktiv werden kann, durch die Rollen und Einordnung von Aufgaben in die Eisenhower’sche Matrix, mit denen ich meine wichtigen Ziele planen kann – und vor allem durch das Konzept, dass der Kuchen größer wird wenn man ihn teilt. Mit einer Win/Win Haltung in Vorleistung zu gehen und Vertrauen aufzubauen, erst zu verstehen und dann verstanden zu werden, und dann nach Synergien suchen, die aus 1+1 10 oder mehr werden lassen, hat bei mir die Grundlagen für Soziokratie, GfK, systemisches Konsensieren usw. gelegt.

 

Gerald Hüther: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn

Gerald Hüther sagt (in meinen Worten) das Hirn ist was wir draus machen. Und er sagt dass wir dann wirklich / nachhaltig lernen, wenn wir die Themen selbst aussuchen weil sie uns interessieren, und durch Versuch und Irrtum lernen. Das beeinflußt wie ich Lernen und iteratives Vorgehen sehe. Außerdem finde ich sehr beruhigend wenn ein Wissenschaftler Dinge so erklärt, wie ich sie intuitiv erlebe.

 

Richard C. Schwartz: IFS – Das System der Inneren Familie

Spätestens hier höre ich auf, kurz zusammenzufassen um was es in dem Buch geht. Den systemischen Ansatz nicht nur für die Familie, sondern für die Selbstführung mit dem inneren Team – oder die innere Familie – zu nutzen, finde ich logisch. Die Persönlichkeitsanteile um Mithilfe zu bitten passt gut zu meinem Weltbild, dass Wertschätzung uns alle weiter bringt.
Und das Konzept des „Selbst“ mit seinen 8 Eigenschaften passen zur Achtsamkeit und Spiritualität. Zwei der Eigenschaften des Selbst sind „calm“ und „creat(iv)e“.

 

Strauch / Reijmer SOZIOKRATIE – Das Ende der Streitgesellschaft

Die Soziokratie und die Konsent-Moderation (mit „t“ am Ende, als Unterschied zum Konsens) waren meine ersten Erfahrungen mit co-creation in der Gruppe, und Wertschätzung und Effektivität sehr gut miteinander verbunden werden können.
Mehr zu Soziokratie gibt es auf http://entscheiden-muenchen.de.
Das Buch ist in der 2018er Fassung beim Soziokratie-Zentrum Österreich online bestellbar.
Zum Systemischen Konsensieren, das wir für größere Gruppen verwenden, habe ich nicht „das“ Buch, sondern Personen die mich inspirieren.

 

Ulf Brandes et. al: Management Y

Wie kann man anders arbeiten? Wollen alle anders arbeiten? Was braucht es alles damit es für Menschen und Unternehmen Sinn macht? Management Y war neben Management 3.0 war mein Einstieg in „new work“ in Buchform.
AUGENHÖHE habe ich ja hauptsächlich in Filmen und durch die beteiligten Personen erlebt.

 

Otto Scharmer und Karin Kaufen:
Leading from the EMERGING FUTURE

Wenn es um Selbstentwicklung und Lösungsideen für komplexe Probleme unserer Gesellschaft und Wirtschaft geht, ist für mich Otto Scharmer’s Theorie U eine gelungene Synthese von vielen östlichen und westlichen Weisheiten und Erfahrungen. Und es geht über einen systemischen Ansatz hinaus, weil es den Menschen (das Ich) mit einbezieht.

Dieses Buch – und der Online-Kurs am MIT und das U-Lab vor Ort – haben mein Leben verändert. Nicht nur wegen der gemeinsamen Kreativität durch co-creation, sondern weil loslassen und zulassen was geschehen will, eine Grundlage meiner Arbeit ist.

 

Laloux: Reinventing Organizations

Das Standard-Werk der neuen Organisationsentwicklung? Auf jeden Fall ein großer Augen- und Haltungsöffner. Im ersten Teil erklärt Laloux „Spiral Dynamics“ als Theorie der Entwicklung von Menschen und Gesellschaft. Seitdem bin nicht nur ich auf der Suche nach „teal“ Unternehmen und Menschen.
Ich freue mich, dass ich schon einige solche Menschen finden konnte – oder sie mich.

 

Zubizarreta / zur Bonsen: Dynamic Facilitation

Über Dynamic Facilitation habe ich fast in einem Nebensatz empfohlen bekommen (danke Natascha), und es stellt für mich die nächste Stufe von Moderation / Facilitation dar, die ich anstrebe. Ich durfte auch den „Erfinder“ Jim Rough erleben, und habe erste Erfahrungen mit der Wirksamkeit sammeln können, wenn man wenig Struktur vorgibt und mit der Energie der Menschen mitgeht, und sie von alleine auf die Probleme hinter den Problemen kommen – und vor allem auf Lösungen, die keiner erwartet hätte.

 

Zugabe: AUGENHÖHE Impulsheft

Gut, AUGENHÖHE sind Filme. Und ein besonderer Spirit beim AUGENHÖHEcamp oder anderen Formaten. Als ich 2014 den ersten Trailer zu AUGENHÖHE gesehen hatte (über PREMIUM COLA, die den Konsent aus der Soziokratie als Basis nutzen), wusste ich: so will ich zukünftig arbeiten.
Bin ich da angekommen? Ich bin ein gutes Stück des Weges entlang gegangen. Denn AUGENHÖHE ist auch ein Weg, wie Nachhaltigkeit – es gibt immer wieder etwas Neues zu lernen.
Deshalb sind für mich im AUGENHÖHE Impulsheft – wie auch in den anderen Büchern – nicht die Methoden oder die Werkzeuge das Entscheidende, sondern die Haltung in der wir leben und arbeiten.

 

noch mehr Bücher?

Tatsächlich hatte ich einen viel größeren Stapel. Und es war nicht leicht, mich auf 10 (ok, 11) einzuschränken. Also gönne ich allen neugierigen Lesern zumindest ein Gesamtbild:

 

4. von links: Am Buchrücken nicht erkennbar: Jurgen Appelo – How to change the world

Wer jetzt sagt:

Bücher finde ich langweilig …

… den inspirieren vielleicht die Top Ten Listen meiner Kolleg*innen im WOL Circle mehr, denn jede/r von uns hat unterschiedliche Medien.

Johanna Brühl’s Top Ten Videos auf den-wandel-gestalten.de

Holger Moller’s Top Ten (genauer gesagt: auch 11) Trends zu Corporate Learning auf Twitter und in seinem Blog

Julia Steininger hat eine Liste von inspirierenden Podcasts erstellt,  Dorit Schalansky hat gemischte Medien und Themen aufgelistet.
Beide wollen ihre Listen momentan nicht veröffentlichen.

 

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern, Anschauen!

Inspirierende Bücher zu achtsamer und wirksamer Zusammenarbeit

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